OhrenkorrekturOhrenkorrektur

Ohrenkorrektur

Abstehende Ohren können insbesondere in jungen Jahren eklatante psychische Schäden verursachen. Wer an einem schlecht geformten oder abstehenden Ohr leidet, trifft mit einer Ohrenkorrektur zumeist eine gute Wahl. Eine gewisse Asymmetrie zwischen beiden Ohren ist zwar natürlich. Aber dennoch ist eine Ohrkorrektur bei angeborenen oder erworbenen Krankheitsbildern eine sinnvolle Lösung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Teil oder das komplette Ohr abstehen oder eine Verkleinerung der Ohrläppchen zu einer deutlichen Verbesserung des Selbstwertgefühls führt.

Ziel einer Ohrenkorrektur

Eine Ohrenkorrektur kann unterschiedliche Ziele verfolgen. Eine mögliche Maßnahme ist ein Anlegen abstehender Ohren. Weitere Ziele einer Ohrenkorrektur bestehen darin, eine Verkleinerung von überdurchschnittlich großen oder eine Formkorrektur der Ohrmuschel vorzunehmen. Mit Ohrenkorrekturen – auch als Otopexie bekannt – sind die meisten Schönheitschirurgen vertraut. Denn im Bereich der plastischen und ästhetischen Chirurgie sind Ohrenkorrekturen eines der erprobtesten sowie ältesten Behandlungsfelder. Um die gewünschten Ziele zu erreichen, wird im Bedarfsfall überflüssiger Knorpel entfernt.

Risiken einer Ohrenkorrektur

Ohrenkorrekturen sind Eingriffe, die in der Schönheitschirurgie als vergleichsweise risikoarm gelten. Dennoch ist nicht gänzlich ausgeschlossen, dass sich im Ohrenbereich ein Bluterguss bildet, der nur im Notfall punktiert werden muss. Nur sehr selten kommt es vor, dass eine operative Nachbehandlung notwendig ist. Dieser Fall tritt ein, wenn die Ohrenkorrektur nicht dem gewünschten Resultat entspricht. Ein mögliches Risiko wäre hierbei ein zu starker Zug der Narbenbildung. Dieser Zustand könnte dazu führen, dass eine weitere Korrektur der Ohrengröße oder Ohrenposition erforderlich ist.

Voraussetzungen für eine Ohrenkorrektur

Müssen im Rahmen einer Ohrenkorrektur abstehende Ohren angelegt werden, muss die Ohrmuschel vollständig ausgewachsen sein. Das bedeutet, dass eine Ohrkorrektur generell ab dem 4. bis 5. Lebensjahr möglich ist. Müssen Ohren angelegt werden, erfolgt der Eingriff im Regelfall noch vor der Einschulung. Wird die Operation hingegen erst im Kindesalter durchgeführt, ist die Vorgehensweise dennoch identisch.

Worauf vor Operationen achten

Vor der Operation findet zumeist eine umfassende Anamnese durch den Facharzt statt. Ein Schönheitschirurg analysiert die anatomischen Besonderheiten der Ohren und bespricht die angestrebte Korrektur mit den Betroffenen. Weiterhin beziehen sich die Maßnahmen vor der Operation auf ein ausführliches Informationsgespräch, das den Ablauf des Eingriffs, etwaige Risiken sowie die Nachsorge thematisiert. Werden Ohrenkorrekturen bei Kindern vorgenommen, ist mindestens ein Angehöriger bei der Operation dabei, um dem Kind die nötige Sicherheit zu vermitteln.

Weiterhin sollten Patienten beachten, dass ein Schönheitschirurg die Operation nicht bei einem bestehenden Infekt vornimmt. Müssen Betroffene ein Medikament einnehmen, das der Kategorie der Zytostatika angehört, sollte dieses Arzneimittel wenige Wochen vor dem Eingriff abgesetzt werden. Bei Behandlungen an Kindern ist im Einzelfall zu prüfen, ob Allergien gegen Lokalanästhetika vorliegen. Zudem sind im Zweifelsfall besondere Maßnahmen einzuleiten, falls die Patienten unter großen Ängsten vor Injektionen oder Aufenthalten im OP-Bereich leiden.

Einzelheiten der Behandlung

Normalerweise dauert eine Ohrenkorrektur nicht länger als eine Stunde an. Zumeist erfolgt der Eingriff unter Vollnarkose. Wird hingegen eine kleinere Ohrenkorrektur vorgenommen, besteht die Möglichkeit, kleinere Operationen unter örtlicher Betäubung durchzuführen. In den meisten Fällen schneidet ein Schönheitschirurg den Bereich hinter dem Ohr in der sogenannten Anthelixfalte an. Der Vorteil eines Hautschnitts an dieser Stelle ist, dass die Narbe der Schönheitsoperation im Anschluss nicht zu sehen ist. Weil diese Anthelixfalte bei abstehenden Ohren jedoch sehr schwach ausgebildet ist, muss der Knorpel des Ohrs bei diesem Eingriff neu geformt sowie fixiert werden. Hierbei wird der Ohrmuschelknorpel mithilfe eines Hautschnitts an der vorderen Umschlagfalte freigelegt und so lange ausgedünnt, bis die gewünschte Form entsteht. Im Anschluss erfolgt eine Fixierung mit feinen Nähten.

Während des gesamten Behandlungszeitraums befinden sich die Patienten in liegender Position mit einem erhöhten Kopfbereich. Nach vollendeter Operation wird der behandelte Bereich mit Pflastern fixiert. Zudem erhalten die Betroffenen einen Mützenverband. Bei vielen Erwachsenen reicht es hingegen aus, anschließend ein Stirnband zu tragen.

Nachsorge

Nach einer Ohrenkorrektur müssen die meisten Patienten leichte Schmerzen sowie bläuliche Verfärbungen im operierten Bereich in Kauf nehmen. Allerdings sollten die beiden Begleiterscheinungen nach spätestens ein bis zwei Wochen verschwunden sein. Zusätzlich ist es in den ersten Wochen nach der Operation wichtig, beim Schlafen und Liegen ein Stirnband oder einen Mützenverband zu tragen. Auf diese Weise soll ein Abknicken des Ohres verhindert werden. Lösen sich die bei der Operation verwendeten Fäden nicht von selbst auf, zieht ein Schönheitschirurg diese Fäden zumeist nach 10 bis 14 Tagen. Das endgültige Resultat der Behandlung ist im Regelfall nach etwa drei Monaten ersichtlich.

Methoden einer Ohrenkorrektur

Bei Ohrenkorrekturen führt ein Schönheitschirurg normalerweise eine neue Formung der Ohrmuscheln durch. Dieser Eingriff kann durch verschiedene Methoden angewendet werden:

  1. Fadentechnik
    Das Ohr wird mithilfe von feinen Fäden an der gewünschten Position fixiert. Eine Veränderung der Knorpelspannung erfolgt nicht.
  2. Skalpelltechnik
    Um Knorpelspannungen zu beseitigen, wird Knorpelmasse per Skalpell entfernt. Das Ziel dieser Methode ist, den Innenmuschelanteil des Knorpels auf einen gewünschten Anteil zu minimieren. Für diese Technik bedarf es eines Schnittes, der jedoch nach der Behandlung nicht mehr ersichtlich ist. Ist die Ohrmuschel nur ungenügend gefaltet, trägt der Schönheitschirurg den Knorpel so lange ab, bis sich die Ohrmuschel direkt am Kopf befindet.
  3. Technik nach Stenström
    Bei diesem Verfahren schwächt ein Schönheitschirurg den Ohrknorpel an der Vorderseite.

Etwaige Komplikationen

Leiden Betroffene nach einer Ohrenkorrektur an starken Schmerzen, könnte ein zu enger Verband die mögliche Ursache sein. Relativ häufig treten im operierten Bereich Hämatome auf, die jedoch im Laufe der Zeit verschwinden. Sehr selten tritt eine Narbenwucherung auf. Diese Komplikation ist durch eine juckende, wuchernde Narbe gekennzeichnet, die die Wundheilung nach dem Eingriff deutlich verlangsamt. Ähnlich wie bei vielen anderen Eingriffen, ist es auch für eine Ohrenkorrektur typisch, dass während der Operation feine Nerven durchtrennt werden. Eine mögliche Folge dieser Komplikation würde in einer allgemeinen Beeinträchtigung der Empfindungen bestehen. Generell ist der Ohrenbereich jedoch für eine verhältnismäßig schnelle Wundheilung bekannt. Es ist zwar nicht ausgeschlossen, dass die Ohrmuscheln für einige Wochen sensibel auf Berührungen reagieren. Doch die Komplikationen halten sich in diesem Körperbereich zumeist in Grenzen.

Kosten einer Ohrenkorrektur

Die Kosten einer Ohrenkorrektur hängen markant davon ab, welche Operation in welchem Umfang durchgeführt wird. Je nachdem, welcher Schönheitschirurg und welche Einrichtung für den Eingriff ausgewählt werden, variieren die Kosten zwischen 1.800 sowie 3.000 Euro.

Den passenden Arzt für eine Ohrenkorrektur finden: leichter als gedacht!

Der Erfolg einer Ohrenkorrektur steht und fällt mit der richtigen Arztwahl. Deshalb sollte für Patienten ausschließlich ein HNO-Spezialist oder ein Schönheitschirurg in Frage kommen, der als Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie tätig ist. Nur diese Fachärzte verfügen über die nötige Erfahrung und das Können, um diese Eingriffe erfolgreich und komplikationslos durchzuführen. Diese Mediziner durchlaufen im Rahmen ihrer Ausbildung (Ausbildung zum Schönheitschirurgen) die notwendigen Fachbereiche, die mit Ohrenkorrekturen im Zusammenhang stehen. Ein markantes Merkmal für einen seriösen und renommierten Facharzt ist eine Zugehörigkeit zu Vereinigungen wie der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie.

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