Lasertherapie am BeinLasertherapie am Bein

Lasertherapie

Der Begriff „Laser“ ist eine Abkürzung aus der englischen Sprache, die in deutscher Sprache als „Lichtverstärkung durch angeregte Strahlungaussendung“ übersetzt werden kann. Dabei enthält jeder einzelne Laser das Licht von einer einzigen Wellenlänge, dessen Ausbreitung sich auf einen bestimmten Raum beschränkt. In der Medizin werden Lasertherapien heutzutage in unterschiedlichen Bereichen durchgeführt. Hierbei unterscheiden Mediziner zwischen Lasern für chirurgische Behandlungen, Lasern zur Behandlung etwaiger Gefäßveränderungen oder Lasern für eine Epilation bzw. Enthaarung.

Eine Lasertherapie: Was ist das?

Mit einer Lasertherapie wendet ein Schönheitschirurg eine fortschrittliche und komplexe Verfahrensweise an, die auf der Anwendung hoch entwickelter technischer Geräte basiert. Die technische Grundlage bilden die physikalischen Eigenschaften des Laserlichts, denen die Polarisation des Lichts, die markante Wärmeentwicklung sowie Kohärenz angehören. Beeinflussende Komponenten einer Laserbehandlung sind die Pulsfrequenz, Pulsdauer sowie der ausgewählte Wellenlängenbereich. Dennoch sollte sich jeder Schönheitschirurg vor Augen führen, dass eine Lasertherapie nicht für jegliche Erkrankung sowie jedes angestrebte Therapieziel in Frage kommt.

Ziel einer Lasertherapie

Das Ziel der unterschiedlichen Lasertherapien besteht darin, ein Verfahren zur Bekämpfung von Krankheiten anzuwenden, das zur Beschwerde- sowie Belastungsfreiheit der Patienten führt. Ganz gleich, ob der Bewegungsapparat erkrankt ist oder Verletzungen an Sehnen, Muskeln oder Bändern geheilt werden sollen – eine Linderung oder gänzliche Verbesserung dieser Krankheitsbilder ist stets die gewünschte Folge. Auch die Beschwerden einer Arthrose können mit einer Laserbehandlung effektiv gelindert werden. Das Ziel dieser Behandlung ist es, degenerative und entzündliche Prozesse zu stoppen oder das Zellwachstum anzuregen. Darüber hinaus spielen Lasertherapien in der Augenheilkunde, der Narbenbehandlung, dem Entfernen von Permanent-Make-Up oder der Tätowierungsentfernung eine große Rolle.

Risiken von Laserbehandlungen

Nimmt der Schönheitschirurg die Lasertherapie nicht exakt oder nur mit unzureichendem präzisem Einsatz vor, könnten Funktionsstörungen an den behandelten Körperorganen eine mögliche Folge sein. Werden Änderungen chemischer Strukturen innerhalb des körpereigenen Gewebes hervorgerufen, können weitere ungewünschte Nebenwirkungen auftreten. Generell sind die Risiken der Laserbehandlungen allerdings recht gering. Nur vereinzelt treten während der Eingriffe Schmerzen auf.

Einzelheiten der Behandlung

Laserbehandlungen verfolgen in der Medizin viele Funktionen. Doch die Vorgehensweise ähnelt sich bei allen Behandlungsmethoden.

Die Funktionsweise von Lasern

Lasertherapien kommen zur Ausheilung von Krankheiten, zur Linderung von Beschwerden oder für ästhetische Eingriffe an der Haut oder dem Auge zum Einsatz. Klassische Beispiele sind beispielsweise die lasergestützte Akupunktur oder das Laserskalpell. Mit einer Lasertherapie können Beschwerden verursachende Festkörper wie Nieren- oder Gallensteine zerstört werden. Denn in diesem sowie anderen medizinischen Bereichen wie der Zahnmedizin zielen Funktionen der Laser darauf ab, ausgewählte Gewebsbereiche zu erwärmen, chirurgische Schnitte auszuführen oder Blutgefäße zu veröden. Wird eine sogenannte Lasik Laserbehandlung vorgenommen, setzt ein Schönheitschirurg sogenannte Femtosekundenlaser ein, um Laserimpulse auszustrahlen. Mithilfe von Wasser und Kohlendioxidbläschen werden Atome in Zellstrukturen angeregt, um einen erhöhten Energiezustand zu erreichen. Auf dieser Funktion basiert die Wirkungsweise.

Wirkungsweise

Eine Lasertherapie durch einen Schönheitschirurg bewirkt beispielsweise eine Verringerung entzündlicher Vorgänge im Gewebe. Wird die Energie von Lichtstrahlen erhöht, kann eine Laserbehandlung eine Abschwellung von Gewebe begünstigen und die eigene Regeneration aktivieren. Die Durchblutung kann während der Lasertherapie gesteigert werden. Zudem wirken Laser schmerzhaften Entzündungen effektiv entgegen. Indem Zellwände durch Laseranwendungen stabilisiert werden, werden selbstheilende Substanzen ausgeschüttet. In diesem Zusammenhang bestimmt der Energiegehalt der Laserbehandlung, inwiefern Behandlungserfolge gesteuert werden.

Mögliche Anwendungsgebiete (Beispiele)

  1. Lidstraffung via Laser

    Die Lidstraffung per Laser ist ein Beispiel für eine Lasertherapie, bei welcher ein Schönheitschirurg einen Laser mit einer Leistung von 7,5 Watt die Hautschnitte vornimmt. Nimmt der Laser alle kleineren Schnitte mit sauberer Schnittführung vor, werden größere Gefäße via Elektrokoagulation verödet. Im nächsten Schritt wird ein Teil eines mimischen Muskels entfernt, indem die Leistung des Lasergeräts auf 9 bis 10 Watt erhöht wird. Wurde anschließend ein etwaig störender Hautüberschuss entfernt, werden Ränder der Wunden miteinander verbunden und durch eine fortlaufende Naht miteinander vereint. Insofern der Kunde keinen anderen Wunsch äußert, wird diese Form der Laserbehandlung in örtlicher Betäubung durchgeführt.

  2. Entfernung von Permanent Make-Up

    Der Einsatz von Lasern bei der Entfernung von Permanent Make-Up hängt maßgeblich von der Farbgebung der verwendeten Kosmetika ab. Beispielsweise werden für eine Beseitigung schwarzer, schwarzblauer oder grüner Farben Alexandritlaser oder Rubinlaser verwendet. Ein anderer Fall liegt bei der Entfernung schwarzer Pigmente vor, bei der ein versierter Schönheitschirurg auf einen gütegeschalteten Nd:Yag-Laser zurückgreift. Rote Pigmente werden in der schönheitschirurgischen Medizin hingegen durch frequenzverdoppelte Nd:Yag-Laser bearbeitet.

  3. Laserbehandlungen an den Augen

    Besondere Beachtung gilt der Lasertherapie an den Augen. Denn seit den 1990er Jahren haben sich Laserbehandlungen im Kampf gegen Fehlsichtigkeiten etabliert. Die Verfahren zur Behandlung an den Augen wurden stetig erweitert und verbessert. Derzeit finden zwei Methoden Anwendung.

    Die beliebteste Methode ist die LASIK bzw. Femto-LASIK-Therapie. Hierbei wird auf der Hornhaut-Oberseite eine Lamelle geformt, die umklappbar ist. Mithilfe eines Excimer-Lasers wird anschließend überschüssiges Material von der Hornhaut abgetragen. Daraufhin flacht ein Schönheitschirurg bei Kurzsichtigkeit die Hornhaut ab. Bei Weitsichtigkeit wird die Hornhaut angesteilt. Die Besonderheit dieser Methode besteht darin, dass Fehlstellungen in einem Umfang von -8 Dioptrien bei Kurzsichtigkeit sowie bis zu +3 Dioptrien bei Weitsichtigkeit korrigiert werden können. Allerdings wird bei beiden Therapievarianten der Hornhautschnitt anderweitig vollzogen.

    Eine Alternative zu diesen beiden Laserbehandlungen ist die PRK/LSEK-Methode. Diese Variante ist zwar günstiger als das LASIK- oder Femto-LASIK-Verfahren, jedoch auch mit einigen Nachteilen verbunden. Im Gegensatz zu dieser Behandlung trägt der Schönheitschirurg die Oberfläche der Hornhaut per Laser ab oder löst diese mit alkoholischer Flüssigkeit, um die Hornhaut im Anschluss zu entfernen. Bei fortschreitendem Verlauf der Lasertherapie nutzen die Schönheitschirurgen einen Excimer-Laser, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Allerdings ist dieses Verfahren wesentlich schmerzhafter als die andere Lasermethode. Die Heilungsdauer ist länger. Erst nach drei bis sechs Monaten erzielen Betroffene ihre optimale Sehkraft. Welche der Methode letztendlich in Frage kommt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Nachsorge

Die Nachsorge der Lasertherapie hängt von der jeweiligen Behandlungsform ab. Beispielsweise ist es üblich, dass Rötungen und Schwellungen auf der Haut nach einer Lasertherapie mit Salben oder Verbänden behandelt werden müssen. Zusätzlich müssen Patienten nach einer Laseranwendung auf der Haut nachsorglich auf einen sehr guten Sonnenschutz achten.

Etwaige Komplikationen bei der Lasertherapie

Örtlich auftretende Hautrötungen, Juckreiz oder Schwellungen sind Komplikationen, die nach der Lasertherapie auftreten können. Des Weiteren sind Blasen- oder Narbenbildungen nicht gänzlich auszuschließen. Diese Komplikationen treten in erster Linie dann auf, wenn während der Laserbehandlung eine zu große Hitzeentwicklung erfolgte, die zu Verbrennungen geführt hat. Deshalb sind keine genauen Aussagen über Komplikationen nach Lasertherapien möglich. Denn gesundheitliche Probleme können gänzlich unterbleiben, in leichter Form auftreten oder auch extrem langwierig und folgenschwer sein.

Kosten einer Lasertherapie

Ein fester Preis für eine Lasertherapie kann nicht genannt werden. Denn der individuelle Preis hängt deutlich vom Honorar des Arztes sowie Umfang der Behandlung ab. Sind kleine Eingriffe – beispielsweise eine Entfernung von Pigmentflecken - bereits ab etwa 50 Euro durchführbar, werden Entfernungen von Tätowierungen ab rund 100 Euro angeboten. Umfangreiche Laserbehandlungen, zum Beispiel an den Augen, übersteigen die 1.000-Euro-Grenze. Generell setzen sich die Kosten einer Lasertherapie aus den Preisen für die Miete der Behandlungsräume, Beratungsgespräch, Nachuntersuchungen, dem Facharzt sowie der Inanspruchnahme der Lasertechnik zusammen. Wird eine Laserbehandlung rein aus ästhetischen Gründen durchgeführt, müssen Patienten den Kostenaufwand vollständig selbst tragen. Wird durch die Negativfolgen eines Unfalls eine medizinische Indikation nachgewiesen oder führen Schönheitsmakel zu psychischen Störungen, übernehmen Krankenkassen häufig einen Teil oder alle Kosten.

Den richtigen Schönheitschirurg finden

Die Suche nach einem geeigneten Schönheitschirurgen ist für eine Laserbehandlung unerlässlich. Je nachdem, in welcher Körperregion die Schönheitskorrektur vorgenommen werden soll, sind Dermatologen oder Augenärzte gewiss eine sinnvolle Option. Auch ein renommierter Schönheitschirurg ist eine gute Wahl. Allerdings müssen Patienten darauf achten, sich an einen versierten und erfahrenen Mediziner zu wenden. Weil sich jeder Mediziner als Schönheitschirurg bezeichnen kann, ist es erforderlich, dass der Ansprechpartner einen Abschluss als Facharzt für plastische Chirurgie oder als Facharzt für ästhetische und plastische Chirurgie nachweist. Nur Mediziner mit diesem Abschluss haben neben dem Medizinstudium eine zusätzliche Facharztausbildung (Ausbildung zum Schönheitschirurgen) im Bereich der plastischen und ästhetischen Medizin absolviert.

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